Anlagestrategien

Für die Verwaltung der Kundenvermögen präferiert die Capitell AG Direktanlagen und setzt Investmentfonds und strukturierte Produkte nur ein, wenn dadurch eine portfoliotaktische Optimierung erreicht wird.

Für die Aktienselektion werden umfassende Analysen von sieben vertraglich gebundenen Research-Häusern herangezogen, meist abgerundet durch persönliche Gespräche mit dem Management der im Fokus stehenden Unternehmen. In 2017 wurden über 60 solcher Gespräche geführt. Zusätzlich kommt den Portfolioverwaltern die jahrzehntelange Erfahrung in unterschiedlichen Häusern zu Gute. Mehrere Mitglieder des Portfolioverwalterteams der Capitell AG können in ihrer Laufbahn auf eine langjährige Historie in den Ranglisten prämierter Vermögensverwalter zurückblicken. Herzstück sind zwei alternative Strategievarianten, die die Basis für alle Verwaltungsdepots des Unternehmens bilden und auf der Folgeseite vorgestellt werden.

Wesentlicher Baustein für den Erfolg der Capitell AG ist der strukturierte Informationsaustausch aller Mitglieder des Portfoliomanagementteams. Die Anlagephilosophie ist auf ein nachhaltiges Kapitalwachstum ausgerichtet, weshalb Kriterien wie Substanzstärke, operative Risiken und Transparenz des Geschäftsmodells wichtige Auswahlparameter sind. Großmandate, von denen in den letzten Jahren eine bedeutende Anzahl hinzugewonnen wurde, werden angelehnt an die erwähnten Strategien als Sonderverwaltungsdepot geführt. Sehr erfolgreich entwickelte sich eine Spezialität der Capitell AG, das „Unternehmerdepot“, ein sehr konzentriertes Aktiendepot für hochvermögende Anleger, die Aktien als Unternehmensbeteiligung betrachten. Während sich in 2016 vorwiegend die taktische Vorgehensweise besonders ausgezahlt hatte, lieferte in 2017 die erfolgreiche Titelselektion, besonders hohe Wertbeiträge, aber auch die Meidung von US-Dollar-Anlagen.

Für 2018 erwartet die Capitell AG ein schwierigeres Umfeld, denn wichtige Treiber, wie fallende Zinsen und rückläufige Inflation, gehören der Vergangenheit an. Und zunehmender Protektionismus und die US-Dollar-Schwäche bieten Gegenwind für die Aktienmärkte. Durch die Wahl substanzstarker Werte und stabilisierenden Ergänzungsanlagen sieht sich die Capitell AG für deren Kundendepots jedoch gut gerüstet.

 


Die Anlagerichtlinien des Aktiendepots aus der flexiblen Strategie der Capitell AG sehen eine Aktienquote zwischen 50 und 100% vor. Neben dem überwiegend in Einzelwerten investierten Depot kommen außerdem Investmentfonds für solche Anlagethemen zum Einsatz, die über Einzelwerte nur ungünstig umgesetzt werden können, wie bspw. Investitionen in Schwellenländern. Außerdem werden phasenweise Anlagen aufgenommen, die der Stabilisierung der Depotentwicklung dienen. Auch im Jahr 2017 wurde in Kapitalmarktphasen mit geringem Aufwärtspotenzial in Reverse-Zertifikate investiert, wodurch zusätzliche Wertentwicklungsbeiträge generiert werden konnten. Wesentlicher Werttreiber für die Strategie war die Einzeltitelauswahl auf vorwiegend europäische Aktienwerte. Bei der Titelselektion wird auf die Transparenz und das Geschäftsmodell des Unternehmens besonderen Wert gelegt. Neben fundamentalen Bewertungsaspekten wird für die Quotensteuerung der Depots auf die kapitalmarkttechnische Situation geachtet. Die Strategievariante wird auch mit defensiveren Anlagerichtlinien angeboten.

Zusammengefasst:

  • Diversifizierter Vermögensverwaltungsansatz
  • Absicherungen über ETFs und Zertifikate grundsätzlich möglich
  • Mindestanlagevolumen: € 500.000
  • Varianten:
    – Bond Plus (bis 40 % Aktien)
    – Balanced (30 % bis 70 % Aktien)
    – Equity (mind. 50 % Aktien)

 


Ausgehend von einem Top-Down-Ansatz steht bei der Entscheidungsfindung zur Kapitalanlage die fundamentale Analyse von Märkten, Anlagesegmenten, Aktien substanzstarker internationaler Unternehmen sowie Anleihen solider Emittenten im Mittelpunkt des Handelns. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Qualitätskriterien: Geringe Verschuldung, geringes Kurs-Gewinn-Verhältnis, hohe Ertragskraft, attraktive Dividendenrendite, Management und Marktführerschaft. Die Einzeltitelauswahl ist der bestimmende Erfolgsfaktor in den Substanzstrategien. Die drei verschiedenen Varianten der Substanzstrategie sind über unterschiedlich große Aktienbandbreiten definiert. Marktrisiken werden über die Höhe der Aktienquote gesteuert. Dadurch ist es möglich, schnell und dosiert Aktienmarktrisiken zu begrenzen. Die Capitell AG vermeidet hohe Risiken und kauft nur, wenn die Chancen die Risiken deutlich übersteigen. In den Substanzstrategien steht der Vermögenserhalt im Vordergrund. Zudem wird ganz bewusst auf strukturierte, kostenintensive Wertpapierprodukte, wie zum Beispiel Investmentfonds und Zertifikate verzichtet.

Zusammengefasst:

  • Puristischer Vermögensverwaltungsansatz
  • Keine Absicherungsgeschäfte
  • Mindestanlagevolumen: € 500.000
  • Varianten:
    – Konservativ (bis 40 % Aktien)
    – Ausgewogen (30 % bis 70 % Aktien)
    – Offensiv (mind. 50 % Aktien)

 


Die Anlagestrategie des „Unternehmerdepots“ sieht ein konzentriertes Depot aus 10-15 Aktien vor. Der Anlagehorizont ist langfristig und auf unternehmerisch geprägte Anleger zugeschnitten, die auch den Erfolg des eigenen Unternehmens nicht an der täglichen Entwicklung des Börsenkurses messen würden. Das Konzept hat keine Benchmark-Orientierung. Entscheidend sind das Geschäftsmodell und das Management des Unternehmens, nicht die Zugehörigkeit zu einem Index. Das Portfolio ist immer nahezu voll investiert. Timing-Entscheidungen sind untergeordnet, da die langfristigen Potentiale erstklassig gemanagter Unternehmen in der Regel unterschätzt werden. Häufige Selektionsentscheidungen führen nicht zu einem Mehrwert. Selektionskriterien für unsere Aktienauswahl sind Branchen mit geringer wirtschaftlicher Abhängigkeit von der konjunkturellen Lage. Die Unternehmen sollten über eine Preissetzungs-macht verfügen, da sie entweder in einer Wachstumsbranche sind, von einer oligopolistischen Marktstruktur profitieren oder aus technologischen Gründen oder Effizienzvorteilen von hohen Markteintrittsbarrieren begünstigt werden. Daneben sollten die klassischen Unternehmens-kennzahlen (Free Cash-Flow, Verschuldung, KGV, EV/EBITDA) attraktiv sein, dabei ist nicht nur die absolute Höhe, sondern die Entwicklung der Zahlen dabei maßgebend. In der Regel suchen wir den persönlichen Kontakt zum Management der ausgewählten Unternehmen durch Analystengespräche oder Unternehmensbesuche.

Zusammengefasst:

  • Konzentrierter Vermögensverwaltungsansatz
  • Keine Absicherungsgeschäfte, keine Benchmarkorientierung
  • Mindestanlagevolumen: € 5.000.000
  • Reines Aktienmandat, Investitionsquote i.d.R. nahe 100 %
  • 10-15 Aktien
  • Das Konzept ist nur auf unternehmerisch geprägte Anleger zugeschnitten

  • Individueller Vermögensverwaltungsansatz
  • Absicherungsmöglichkeit je nach individuellen Anlagerichtlinien
  • Mindestanlagevolumen: € 1.000.000
  • Varianten:
    – Bond Plus (bis 40% Aktien)
    – Balanced (30% bis 70% Aktien)
    – Equity (mind. 50% Aktien)